Evaluation des Projektes


Vorgehen


Bei der Evaluation des Projektes NaWi 5/6 wird neben der Lehrer- auch die Schülerebene in den Blickpunkt genommen:

In einem Prä-/Post-/Kontrollgruppendesign werden Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler sowohl zu Beginn des Projekts als auch nach Ablauf von zwei Jahren ausführlich per Fragebögen getestet.
Auf Lehrerebene werden dazu Skalen zu Zielen des eigenen Unterrichts hinsichtlich der Kompetenzen der Schüler eingesetzt, des Weiteren werden Erwartungen und Einstellungen bezüglich integrierter Naturwissenschaften erfragt. Auf die eigenen wahrgenommenen Kompetenzen wird ebenso fokussiert wie auf die persönliche Motivation sowie die allgemeine Situation in der Schule.

Ein weiterer Bereich, der bei den Lehrkräften im Rahmen der Evaluation untersucht werden soll, ist die Annahme der Innovation, welche durch die Einführung der integrierten Naturwissenschaften in den Klassen 5/6 an die Schulen und den Lehrkräften herangetragen wird. Dazu werden, wie im Projekt NaWi-Kontext, die Skalen zur Erhebung der Stages of Concern nach Hord und Hall (2000) verwendet.

Auf Schülerebene werden wahrgenommene Kompetenzen, das Verständnis naturwissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweisen („Nature of Science“) sowie die Entwicklung der Einstellung der Schülerinnen und Schüler gegenüber dem naturwissenschaftlichen Unterricht erfragt. Zusätzlich ist am Ende der sechsten Klasse ein inhaltlicher Test mittels Concept Mapping geplant. Als Kontrollgruppen dienen vergleichbare Klassen aus Schleswig-Holstein, deren Lehrkräfte nicht am Projekt NaWi-5/6 teilnehmen.

Erwartete Ergebnisse

Vom Projekt NaWi 5/6 werden Arbeitsergebnisse zu den folgenden Bereichen erwartet:

• Erprobte, kontextorientierte Unterrichtseinheiten für den naturwissenschaftlichen Unterricht
   in den Klassen 5 und 6,

• Erprobte Unterstützungsmaßnahmen für die Lehrkräfte,

• Validierung der Bildungsstandards für diesen Bereich,

• erste deskriptive Ergebnisse zum Kompetenz(stufen)modell,

• Überprüfung, ob der Kontext-Ansatz im Projekt bei der Einführung eines integrierten naturwissenschaftlichen Unterricht im Vergleich zu den Kontrollgruppen bei den Lehrkräften zu einer höheren Akzeptanz, Selbstwirksamkeit und der Unterrichtsgestaltung führt, während auf der Schülerseite positive Veränderungen hinsichtlich des Interesses an integriertem naturwissenschaftlichen Unterricht, im Verständnis der naturwissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweisen („Nature of Science“) und in der Selbsteinschätzung der eigenen Kompetenzen auftreten sollen.

• Identifikation von moderierenden (Bedingungs-)faktoren, die die Förderung der oben angesprochenen Kriterien positiv beeinflussen können. Dieses Wissen ist für eine weitere Implementation von integriertem naturwissenschaftlichem Unterricht nützlich.